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Häufig gestellte Fragen

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Häufig gestellte Fragen zur Pflege

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Worin liegt der Unterschied zwischen Pflegegeld, Pflegesachleistung und kombinierter Leistung?

Pflegegeld = Leistungsbetrag für Angehörigenpflege bzw. nicht erwerbsmäßig tätige Personen

Für Pflegebedürftige ohne eingeschränkte Alltagskompetenz

  • Pflegestufe 1 244 Euro / Monat plus 104 Euro Betreuungsleistungen
  • Pflegestufe 2 458 Euro / Monat plus 104 Euro Betreuungsleistungen
  • Pflegestufe 3 728 Euro / Monat plus 104 Euro Betreuungsleistungen

Für Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz

  • Pflegestufe 0: 123 Euro/Monat plus 104 bzw. 208 Euro/Monat
  • Pflegestufe 1: 316 Euro/Monat plus 104 bzw. 208 Euro/Monat
  • Pflegestufe 2: 545 Euro/Monat plus 104 bzw. 208 Euro/Monat
  • Pflegestufe 3: 728 Euro/Monat plus 104 bzw. 208 Euro/Monat

Sachleistung = Leistungsbetrag für ambulante professionelle Dienste, die mit der Pflegekasse abrechnen können, z.B. ambulanter Pflegedienst, “Sozialstation”

Für Pflegebedürftige ohne eingeschränkte Alltagskompetenz

  • Pflegestufe 1: 468 Euro/Monat plus 104 Euro Betreuungsleistungen
  • Pflegestufe 2: 1144 Euro/Monat plus 104 Euro Betreuungsleistungen
  • Pflegestufe 3: 1612 Euro/Monat plus 104 Euro Betreuungsleistungen

Für Pflegebedürftige mit eingeschränkter Alltagskompetenz

  • Pflegestufe 0: 231 Euro/Monat plus 104 bzw. 208 Euro/Monat
  • Pflegestufe 1: 689 Euro/Monat plus 104 bzw. 208 Euro/Monat
  • Pflegestufe 2: 1289 Euro/Monat plus 104 bzw. 208 Euro/Monat
  • Pflegestufe 3: 1612 Euro/Monat plus 104 bzw. 208 Euro/Monat

Härtefall Ambulant: 1995 Euro/Monat

Kombinationsleistung = Kombination von Pflegegeld und Sachleistung

Wird der monatliche Höchstbetrag für die Pflegesachleistungen (z.B. ambulanter Pflegedienst) nur zum Teil in Anspruch genommen, wird zusätzlich ein anteiliges Pflegegeld ausbezahlt. Dies gilt dann, wenn eine nicht erwerbsmäßig tätige Pflegeperson die Pflege übernimmt.

Beispiel: Ein Pflegebedürftiger der Pflegestufe 2 mit eingeschränkter Alltagskompetenz nimmt Pflege-sachleistungen in Höhe von 778,80 Euro in Anspruch. Dies sind 60% von 1298 Euro. Pflegegeld der Stufe 2 gibt es dann noch in Höhe von 40% von 545 Euro, dies entspricht 218 Euro.

Welche Vorraussetzungen müssen bestehen, um Verhinderungspflege in Anspruch nehmen zu können?

Bei Urlaub, Krankheit oder sonstiger Verhinderung der Pflegeperson können die Kosten für eine Ersatzpflegekraft geltend gemacht werden. Im Kalenderjahr stehen dafür insgesamt 1612 Euro für bis zu sechs Wochen zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass die Pflegeperson den Pflegebedürftigen vor der erstmaligen Verhinderungspflege mindestens sechs Monate in seiner häuslichen Umgebung gepflegt hat. Ausschlaggebend ist hierbei nicht, wie lange die Einstufung durch die Pflegekasse besteht.

Ab Verwandtschaft 3. Grades werden Aufwendungen von insgesamt bis zu 1612 Euro erstattet. Die Verhinderunspflege kann auch von einer Privatperson (z.B. Nachbar), einem ambulanten Pflegedienst oder einer Pflegeinrichtung erbracht werden.

Wird die Pflege durch eine Pflegeperson übernommen, die mit dem Pflegebedürftigen bis zum 2. Grade verwandt oder verschwägert (Eltern, Kinder, Großeltern, Enkelkinder, Geschwister) ist oder mit ihm in häuslicher Gemeinschaft lebt, übernimmt die Pflegekasse den Betrag in Höhe des Pflegegeldes der jeweiligen Pflegestufe sowie die nachgewiesenen zusätzlichen Aufwendungen (z.B. Fahrtkosten oder Verdienstausfall). Die Verhinderungspflege kann am Stück (z.B. über einen Zeitraum von 4 Wochen) oder zur stundenweise (über das Kalenderjahr verteilt, weniger als 8 Stunden/ Tag) Entlastung in Anspruch genommen werden.

Neu ab 01. Januar 2015: Zusätzlich kann die Hälfte des Kurzzeitpflegegeldes (806 Euro pro Jahr) für Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden. Verhinderungspflege kann dadurch auf max. 150% des bisherigen Betrages ausgeweitet werden. Der für die Verhinderungspflege in Anspruch genommene Erhöhungsbetrag wird auf den Leistungsbetrag für eine Kurzzeitpflege angerechnet.

Was versteht man unter Kurzzeitpflege?

Die vorübergehende vollstationäre Betreuung in einem Pflegeheim fällt unter den Begriff „Kurzzeitpflege“. Jedoch sind nur bestimmte Einrichtungen berechtigt, Kurzzeitpflege zu erbringen. Kann die häusliche Pflege zeitweise nicht, noch nicht oder nicht im erforderlichen Umfang erbracht werden und reicht auch teilstationäre Pflege nicht aus, besteht Anspruch auf vollstationäre Pflege in einer zugelassenen Kurzzeitpflegeeinrichtung. Im Kalenderjahr werden die Kosten für bis zu 4 Wochen in Höhe der vereinbarten Sätze bis zu 1612 Euro übernommen. Zusätzlich kann der Betrag für Verhinderungspflege (1612 Euro pro Jahr) in vollem Umfang für Kurzzeitpflege verwendet werden.

Bei Inanspruchnahme von Kurzzeitpflege wird das Pflegegeld zur Hälfte weiter gezahlt.

Wer hat Anspruch auf zusätzliche Betreuungsleistungen? Was bedeutet Pflegestufe 0?

Die Pflegekasse leistet je nach Betreuungsaufwand bis zu 104 Euro monatlich (Grundbetrag) bzw. 208 Euro monatlich (erhöhter Betrag), also 1248 bzw. 2496 Euro jährlich, wenn der unabhängige Gutachter der Pflegeversicherungen bei Pflegebedürftigen mit demenzbedingten Fähigkeitsstörungen, geistigen Behinderungen oder psychischen Erkrankungen eine dauerhafte erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz festgestellt hat.

Neu ab 01. Januar 2015:

Ab 2015 hat jeder ab Pflegestufe I Anspruch auf Betreuungsleistungen von 104 Euro pro Monat, auch ohne eingeschränkte Alltagskompetenz.

Mit eingeschränkter Alltagskompetenz Tabelle

Ohne eingeschränkte Alltagskompetenz Tabelle

Was sind Pflegehilfsmittel?

Mit diesen Leistungen wird die Pflegeleistung im häuslichen Bereich gefördert, unterstützt und erleichtert.

  • Pflegehilfsmittel, die zum Verbrauch bestimmt sind (z.B. Desinfektionsmittel, Betteinlagen) werden bis zu 41 € im Monat erstattet.
  • Technische Hilfsmittel (z.B. Pflegebett) wird bei einer Pflegeeinstufung leihweise zur Verfügung gestellt

Ab wann bin ich pflegebedürftig im Sinne der Pflegeversicherung?

Die Vorversicherungszeit beträgt ab dem 01.07.2008 mindestens 2 Jahre innerhalb der Rahmenfrist von 10 Jahren.

Pflegestufe 1:

Erheblich Pflegebedürftige bedürfen bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität für wenigstens zwei Verrichtungen einmal täglich Hilfe und benötigen zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Mindestzeitaufwand 1, 5 Stunden täglich (46 Minuten für die Pflege/ 45 Minuten für die hauswirtschaftliche Versorgung).

Pflegestufe 2:

Schwerpflegebedürftige bedürfen bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität mindestens drei Mal täglich zu verschiedenen Tageszeiten Hilfe und benötigen zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Die Pflegestufe 2 erfordert einen Pflegebedarf dreimal täglich zu unterschiedlichen Tageszeiten und zusätzlich hauswirtschaftliche Versorgung von zusammen mindestens 3 Stunden täglich. Der Pflegebedarf muss mindestens 2 Stunden täglich betragen.

Pflegestufe 3:

Schwerstpflegebedürftige bedürfen bei der Körperpflege, Ernährung oder Mobilität täglich rund um die Uhr (auch nachts) Hilfe und benötigen zusätzlich mehrfach in der Woche Hilfe bei der hauswirtschaftlichen Versorgung. Die Pflegestufe 3 sieht einen Pflegebedarf am Tag und in der Nacht und hauswirtschaftliche Versorgung von mindestens zusammen mindestens 5 Stunden täglich vor, wovon mindestens 4 Stunden auf die Pflege entfallen müssen. Der nächtliche Bedarf muss jede Nacht vorliegen (22 Uhr bis 6 Uhr).

Härtefallregelung:

Dies ist der Fall, wenn:

Hilfe bei der Körperpflege, der Ernährung oder der Mobilität mindestens 6 Stunden täglich, davon mindestens 3 x in der Nacht. Bei Pflegebedürftigen in einer vollstationären Einrichtung ist auch die auf Dauer bestehende medizinische Behandlungspflege zu berücksichtigen.

Oder:

Die Grundpflege für den Pflegebedürftigen auch des Nachts nur von mehreren Pflegebedürftigen Pflegekräften gemeinsam (zeitgleich) erbracht werden kann. Das zeitgleiche Erbringen der Grundpflege des Nachts durch mehrere Pflegekräfte erfordert, dass wenigstens bei einer Verrichtung tagsüber und des Nachts neben einer professionellen Pflegekraft mindestens eine weitere Pflegeperson, die nicht bei einem Pflegedienst beschäftigt sein muss (z.B. Angehörige) tätig werden muss.

Welche Umbaumaßnahmen werden über die Pflegeversicherung übernommen?

Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes können bezuschusst werden, wenn dadurch im Einzelfall:

  • die häusliche Pflege überhaupt erst möglich wird
  • die häusliche Pflege erheblich erleichtert und damit eine Überforderung der Leistungskraft des Pflegebedürftigen und der Pflegekraft verhindert wird oder
  • eine möglichst selbstständige Lebensführung des Pflegebedürftigen wieder hergestellt, also die Abhängigkeit von der Pflegekraft verhindert wird.

Folgende Maßnahmen kommen in Betracht:

  • Maßnahmen, die mit wesentlichen Eingriffen in die Bausubstanz verbunden sind, z.B. fest installierte Rampen oder Treppenlift
  • Ein- und Umbau von Mobiliar, das entsprechend den Erfordernissen der Pflegesituation individuell hergestellt oder umgestaltet wird, z.B. motorisch betriebene Absenkung von Küchenschränken
  • Sonstige Maßnahmen, z.B. Anpassung an die Bedürfnisse eines Rollstuhlfahrers durch Gestal-tung eines ebenerdigen Zuganges.

Neu seit 01. Januar 2015:

Der Zuschuss wurde von 2557 Euro auf 4000 Euro erhöht. Mehrere Pflegebedürftige können gemeinsam für eine Immobilie den Betrag abrufen. Der Höchstbetrag beträgt 16000 Euro.


Häufig gestellte Fragen zum Pflegeablauf

Wie schnell können Sie mit der Versorgung beginnen?

Die Antwort lautet: umgehend. Sobald Sie Unterstützung benötigen, kommen wir vor Ort vorbei. In einem ersten kostenlosen Beratungsgespräch ermitteln wir rasch und gründlich die notwendige Unterstützungsleistung und eventuelle Hilfsmittel für die häusliche Pflege.

Allerdings ist es gut, wenn Sie uns bei einem sich abzeichnenden Pflegebedarf (zum Beispiel, wenn die Entlassung aus dem Krankenhaus oder der Reha-Einrichtung ansteht) möglichst frühzeitig Bescheid geben. Dann können wir in aller Ruhe mit Ihnen gemeinsam die Situation bei Ihnen zu Hause einrichten, die Kostenübernahme klären und ein Pflegeteam für Sie zusammenstellen.

Haben Sie als Pflegedienst bestimmte Abläufe, an die ich mich halten muss?

Nein. Grundsätzlich ist es sogar genau anders herum: Wir stellen nach Möglichkeit unsere Leistung so zur Verfügung, dass Ihr Tagesablauf so wenig wie möglich beeinträchtigt wird. Dabei sind wir innerhalb kurzer Zeit bei Ihnen, da unsere Mitarbeiter an den jeweiligen Standorten wohnen.

Habe ich eine feste Pflegekraft?

Wir pflegen in der Bezugspflege, das heißt, dass Sie ein kleines Team von Pfleger/innen betreut. Einen ständigen Wechsel des Pflegepersonals vermeiden wir dadurch, denn Pflege ist Vertrauenssache.

Wer übernimmt die Kosten für die Dienstleistung?

Sie haben Anspruch auf Leistungen aus der Pflegekasse, wenn Sie dauerhaft pflegebedürftig sind, die Ihnen auf Antrag und nach Prüfung durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen gewährt werden. Die Höhe richtet sich nach der Zuordnung zu einer Pflegestufe – von 0 bis zur Härtefallregelung der Stufe 3.

Sie können entscheiden, ob Sie die Leistungen der Pflegeversicherung in bar beziehen und selber pflegen möchten, ob Sie uns beauftragen (also sogenannte Sachleistungen beziehen) möchten oder eine Kombination aus beiden Lösungen wählen. Das Entgelt für die häusliche Pflege beträgt je nach Pflegestufe in der Laienpflege zwischen 235 und 700 Euro und in der Fachpflege zwischen 450 und 1.918 Euro (in außergewöhnlichen Härtefällen).

Was können Sie sonst noch für mich tun?

Wenn man an die Pflege zu Hause denkt, kommen einem zunächst die Grund- und Behandlungspflege in den Sinn, also die körperliche und medizinische Pflege. Für ein sorgenfreies Wohnen in den eigenen 4 Wänden braucht es aber mehr.

Diese Mehrwert-Leistungen umfassen zum Beispiel:

  • das Überleitungsmanagement von der Klinik in Ihr Zuhause
  • die Pflegeberatung, zu der wir zu Ihnen nach Hause kommen
  • die Verhinderungspflege
  • die Krankenhausvermeidungspflege
  • die Schulung und Beratung von Angehörigen
  • Weitere Dienstleistungen, wie etwa Essen auf Rädern, Hausnotruf, Wäsche- und Hausmeisterservice, Begleitung bei Freizeitaktivitäten oder in den Urlaub, Botengänge, etc.

Die vielleicht wertvollste Hilfe ist aber das empathische, vertrauensvolle Gespräch, für das Sie uns zu jeder Zeit erreichen können. Wir nehmen uns Ihrer Sorgen an und kennen alle finanziellen, pflegerischen und technischen Möglichkeiten für Sie.